fragile

I am tired, Beloved,
of chafing my heart against
the want of you;
of squeezing it into little inkdrops,
And posting it.

Amy Lowell – The Letter

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Relationships are like glass.
Sometimes it’s better to leave them broken than try to hurt yourself putting it back together. – Author Unknown

Was geschieht mit dem Rest?

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Wenn wir immer nur einen Teil dessen, was in uns ist leben können, was geschieht mit dem Rest?

Ist er eingesperrt in uns?
Verschwindet er?
Wird er größer, wilder, verzehrend?
Verkümmert man innerlich?
Oder wächst er in eine andere zweite Persönlichkeit heran?

Entsteht durch die Unterdrückung der eigenen Wünsche diese abgrundtiefe Finsternis, die wir von Zeit zu Zeit in uns zu entdecken vermögen?

Woher kommt der Abgrund?
Ist er schon immer in uns gewesen oder ist er entstanden, gewachsen und geformt von nicht beachteten Bedürfnissen?

Wir sind viele.

Können wir dann jemals wahrlich mit allen Teilen glücklich werden?
Wie kann man zu sich stehen, wenn zur gleichen Zeit die anderen Menschen, die man hätte sein können, begraben liegen in einem?
Kann man sie zur gleichen Zeit sein und ihnen allen gerecht werden?
Oder führt so eine Überlegung nur dazu, dass man keinen mehr wahrhaftig lebt?

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(ausgehend von Gedanken Pascal Merciers)

Zerbrechliche Wahrheiten

„Die See ist unruhig. Kleine, grünblaue Wellen schwappen auf, sie brechen sich schäumend in der Schneise, die das Schiff bei voller Fahrt ins aufgewühlte Meer schneidet, und klatschen scheinbar wahllos, in Wahrheit aber irgendwelchen physikalischen Gesetzen folgend, übereinander zusammen. Nichts ist, was es zu sein scheint. Wahrheiten sind so zerbrechlich wie die Menschen, die sie erschaffen.“ Andreas Steinhöfel – Die Mitte der Welt

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„… in Wirklichkeit sind es erst die Wünsche und die Bewertung des Betroffenen – also etwas im Inneren -, die den Zwang erzeugen.“

Peter Bieri – Das Handwerk der Freiheit

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