Über das Wesen der Worte

Sie streifen einfach vor sich hin. Verstecken sich und müssen hervorgelockt werden, wie eine Katze aus ihrer dunklen Ecke. Manchmal beißen sie einem in die Finger und wehren sich kratzend, aber wenn sie dann einmal das Licht erblicken, ist man gefesselt von ihrem Wesen und dem, was jede ihrer Bewegung zu erzählen scheint.

Manchmal fließen sie wie ein großer endloser Strom, als hätten sie darauf gewartet, freigelassen zu werden.

Dann wiederum wollen sie sorgsam gesetzt werden und es erfordert viel Bedacht, ihren wahren Charakter zu erkennen. Sie verschleiern, lenken ab, weisen auf andere Wege. Nun ist es die Aufgabe des Autoren, sie zu greifen, sie ihres verwirrenden Kleides zu entledigen und in ihrer eigentlichen Gestalt auf das Papier zu bannen, um anderen von ihnen zu berichten.

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